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Kinder- und Jugendwerk der Baptisten in Österreich

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ABCjM - Teil 3

ABC für Leiter/ Mitarbeiter in der Arbeit mit jungen Menschen - Teil 3

 


(Dies sind Impulse und dürfen gerne erweitert und verändert werden...)

 

» Teil 1 (A - E)

» Teil 2 (F - J)

 

Kinder von Mitarbeitern – Meistens scheint es, dass Mitarbeiter - die eine Familie gründen - sich nach und nach vom Dienst mit jungen Menschen zurückziehen. Die Herausforderungen sind natürlich groß, aber eigentlich gibt es auch einige positive Aspekte: junge Menschen erhalten so einen Einblick in Beziehung und Erziehung. Außerdem können auch die eigenen Kinder positive Erlebnisse dadurch erfahren. Es kann jedoch auch negative Auswirkungen auf Familie und den Dienst haben. So soll jeder Mitarbeiter mit seiner Familie entscheiden, was für sie die beste Lösung ist.

 

Kreativität – Ideen zu bekommen ist eine Sache, sie kreativ umzusetzen eine ganz andere. Das Internet, Bücher und Magazine sind voller guter Ideen, diese sollte man sich auch zunutze machen. Falls einem aber die Kreativität fehlt, um verschiedene Dinge gut umzusetzen, sollte man sich andere kreative Köpfe suchen und Aufgaben auch abgeben.

 

Liebe – “All you need is Love”, natürlich meine ich damit “Agape”. In allen Dingen und Belangen sollten wir junge Menschen mit Gottes Liebe lieben, unsere Liebe ist sehr limitiert. Mir ist auch klar, dass dies schwer (manchmal sogar unmöglich) erscheint. Es braucht in manchen Fällen definitiv sehr viel Geduld, Verständnis, Ausdauer und vor allem unermüdliches Gebet. Manchmal bedeutet jemanden zu lieben auch (liebevolle) Zurechtweisung. (Falls du für junge Menschen keine besondere Liebe empfindest, solltest du vielleicht eher einen anderen Dienst tun.)

 

Lautstärke – Junge Menschen sind generell laut (bis auf ein paar Ausnahmen), besonders in großen Gruppen. Auch wenn es Zeiten gibt, wo man junge Menschen darauf hinweisen soll, dass gerade mal Ruhe benötigt wird, ist es wichtig, eine gewisse Dezibelstärke einfach zu akzeptieren. (Bei Übernachtungen sind Oropax für so manche Mitarbeiter ein heißer Tipp.)

 

Mitarbeit – Nicht nur von sich selbst und von anderen Mitarbeitern sollte Partizipartion (Teilnahme) gefordert werden. Auch junge Menschen sind da, um etwas zu lernen (wenn auch oft auf spielerische Art und Weise) – dazu wird Mitarbeit und Engagement benötigt. Meist sind junge Menschen sogar viel mehr beim Programm/ Event dabei, wenn sie eine bestimmte Aufgabe zu erledigen haben. Auch Kinder können schon kleine Aufgaben erfüllen.

 

Mitmenschen – Vieles dreht sich besonders bei jungen Menschen nur um sich selbst und unsere Gesellschaft fördert auch noch dieses Verständnis.  Wir leben nicht alleine auf dieser Welt, so sollten wir auch eine gewisse Verantwortung für andere übernehmen (insbesonders für sozial benachteiligte Gruppen). Durch soziale Einsätze kann dieses Verständis aufgebaut und gefördert werden.

 

Neo – Steht für „Neu“ und beinhaltet den Gedanken sich immer wieder auf neue Ideen, Möglichkeiten und Herausforderungen einzulassen. Es ist das Gegenüber von dem Statement: „Warum sollen wir etwas ändern, das haben wir immer schon so gemacht.“ Neues kann unbewusste Ängste bei Beteiligten (Leitern, Mitarbeitern, Teilnehmern oder Eltern) auslösen, so sollte man sich zumindest teilweise auf Gegenwind einstellen, wenn man etwas Neues versucht.

 

Optik – Mit den Augen anderer und mit den Augen Jesu die Welt betrachten. Wie sehen und verstehen verschiedene Menschengruppen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene...), unterschiedliche Interessensgruppen (Punks, Nerds, Skater, Yuppies...) und verschiedene Kulturen (Spanier, Deutsche, Amerikaner, Kenianer, Süd Koreaner...) die Welt? Diese unterschiedlichen Ansätze helfen, das eigene Weltbild zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

 

Optimist – Durch diverse Lebensumstände (Krieg, Finanzkrise, Umweltkatastrophen...) scheinen jungen Menschen immer weniger positiv dem Leben gegenüber zu stehen. Ein gewisses Maß natürlicher (kein naiver oder übertriebener) Optimismus ist heutzutage dennoch gut, um damit jungen Menschen gegenüber zu treten und sie herauszufordern. Immerhin haben wir die Hoffnung, eines Tages in Ewigkeit mit unseren Vater zu leben. Ist das etwa nicht positiv?

 

Pionier – Aller Anfang ist schwer, aber wenn niemand sich traut, etwas zu starten, kann auch leider nichts weiter ausgebaut werden. Dies gilt auch für die Arbeit mit jungen Menschen. Wir brauchen Pioniere, die neue Ideen ausprobieren, nicht nur auf Teilnehmerzahlen achten und Visionen vorantreiben. Nicht jede(r) ist dazu berufen. Manche trauen sich einfach nicht.